TiRos Blog
Mittwoch, 4. Mai 2011
NeoRetro: Cityville - Zweiteindruck eines Selbstversuches
Am 04. Mai 2011 im Topic 'NeoRetro'


In meinem ersten Blog-Beitrag zu Cityville war ich sehr kritisch und negativ eingestellt. Meine Meinung hat sich inzwischen ein wenig relativiert. Cityville macht Spaß. Da ich auch SimCity immer gerne mochte und das Grundprinzip relativ ähnlich ist, gefällt mir auch Cityville gut.

Was ich nicht mag, sind die Beschränkungen des Spieles. Es ist ein sogenanntes "social game", was bedeutet, dass man zwangsläufig auf die Hilfe anderer Mitspieler angewiesen ist, wenn man erfolgreich sein will. Will man eine Fabrik ausbauen, muss man erst Freunde um Kanthölzer bieten. Und wenn man keine Freunde hat, oder nicht warten will, muss man sich diese Items für Geld kaufen.



Ich hatte jetzt längere Zeit keinen Internetanschluss, weshalb ich auch nicht bei Facebook oder Cityville reinschauen konnte. Da in meinem Freundeskreis inzwischen aber sehr viele Leute Cityville spielen, wurde ich regelrecht zugespammt mit Cityville-Anfragen. Die alle wegzuklicken ist dann regelrecht in harter Arbeit ausgeartet. Aber natürlich kann ich das jetzt nicht Cityville per se ankreiden.

Was Cityville nur zum Spiel für Zwischendurch macht, ist die Beschränkung der Energie. Für fast alles, was man in seiner virtuellen Metropole anstellen kann (Gemüse ernten, Miete einsammeln, Häuser bauen), benötigt man Energie. Wenn die leer ist, muss man entweder warten bis einem das Spiel wieder mehr gibt, muss Freunde besuchen oder Geld investieren. Oft erweisen sich aber auch Freunde als spendabel und schicken einem Energie-Items als "Geschenk".



Ich persönlich mache bei den Besuchen in meiner Stadt so viel, wie mit der vorhandenen Energie geht und danach wieder eine Pause. Das führt dazu, dass ich meistens nur ein oder zwei Mal am Tag in meiner Stadt vorbeischaue. SimCity dagegen hat mich schon über viele Stunden an den Bildschirm gefesselt. Aber Cityville ist kein SimCity und will das auch gar nicht sein.

Interessant bleibt das Spiel dadurch, dass die Entwickler ständig neue Items kreieren und dem Spieler regelmäßig neue zu bewältigende Aufgaben stellen. Als jemand, der früher selbst für Die Sims 1 Items zusammengebastelt hat, weiß ich, dass das den Spielspaß verlängert.

Als "social game" ist Cityville wirklich gelungen, mir persönlich wäre es als eigenständiges Spiel, dass auch ohne Facebook funktioniert, trotzdem lieber.

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